HomeVereinsgeschichte

1. - Die Pionierzeit
2. - Der Aufschwung
3. - Höhen und Tiefen in den 70er Jahren
4. - Konsolidierungsphase in den 80er und 90er Jahren
5. - Aufschwung "TTC Langhurst 2000"
6. - Grundstein für den Erfolg
7. - Auf dem Weg nach oben
8. - Von der Bezirksliga zur Verbandsliga
9. - Erfolge und Herausforderungen
10. - Ausblick und Zukunftsperspektive


Die Pionierzeit

Nach dem Krieg fasste der Tischtennissport im Kreis Offenburg rasch Fuß. So fanden sich schnell auch in Langhurst ein paar junge Männer zusammen und zimmerten sich eine Tischtennisplatte. Die Initiative ging von Herbert Lipps aus, der in der französischen Gefangenschaft erstmals Kontakt mit dem Tischtennisspiel bekam. Das erste Spiellokal war das Nebenzimmer im Gasthaus „Linde“. Es stand nur eine Platte zur Verfügung. Für die Punktspiele musste die „Linde“ bis auf den Stammtisch geräumt werden. Die Stammtischbrüder zeichneten sich dabei des öfteren als Balljungen aus und mancher Ball landete im Bierglas. Zunächst spielte man als Abteilung des Radsport- und Musikvereins Langhurst. Bereits nach einem Jahr wurde ein eigener Verein gegründet, der TTC Langhurst.

Gründungsmitglieder waren: Herbert Lipps, Gottfried Schnebelt, Heinrich Oßwald, Edgar Kranz, Erwin Junker, Franz Hansert und Alfons Meier. Zum 1. Vorsitzenden wurde Heinrich Oßwald gewählt.

Der Aufschwung

Im Jahr 1956 gab es bereits 15 Aktive. sodass eine 2. Mannschaft gemeldet werden musste. Dabei kam es zu einem direkten Vergleich, den die 2. Mannschaft (Nachwuchsspieler) kurioserweise mit 9:7 gegen die 1. Mannschaft (bestand weitgehend aus Gründungsmitglieder) gewann. Nach dieser Wachablösung blieben 4 alte Hasen auf der Strecke und fanden sich in der 2. Garnitur wieder.

Durch weiteren Zulauf hatten wir bald 20 Tischtennis-hungrige Spieler. Dies stellte den Verein vor ein Riesenproblem, da eine Platte viel zu wenig war. Ein neues, größeres Spiellokal musste gefunden werden. Nach einem kurzen Sommer-Intermezzo (auf Meier`s Schopf bei bis zu 40°) war die neue Bleibe gefunden: der Tanzboden im “Strauss“ Doch gab es noch einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Zunächst musste der “Schorsch“ (Alt-Strauss-Wirt), der mit Sport nicht viel am Hut hatte, umgestimmt werden. Anschließend waren die Handwerker gefragt. Unter Anweisung und Mithilfe der TTC-Handwerker Gottfried Schnebelt, Ewald Kempf, Gottfried Oßwald etc. wurde entrümpelt, Staub geschluckt, gegipst und geflickt. Das Ergebnis war ein Spiellokal, das unseren Gegnern das Fürchten lehrte (v.a. im Winter bei Temperaturen, die oftmals weit unter Null Grad lagen).

Doch mit dieser Bleibe begann ein stetiger sportlicher Aufstieg. Insbesondere durch die Becker-Brüder konnte im Schüler- und Jugendbereich eine gewisse Vormachtstellung im Bezirk und in Südbaden erreicht werden. Wolfgang, Edgar und später Bernd waren vielfache Einzel- und Doppelsieger im Bezirk und in Südbaden (Siegfried Herrmann auch im Doppel). In diesem Zusammenhang musss auch der damalige Jugendtrainer Werner Meier erwähnt werden. Durch seine gezielte Trainingsarbeit im spielerischen und konditionellen Bereich war er maß-geblich für diese Erfolge mitverantwortlich. In dieser Zeit übernahm mit Franz “Boss“ Beathalter ein junger Mann die Geschicke des Vereins. Mit seiner offenen, positiven Art und seinem Kameradschaftssinn hat er dem Verein nicht nur wichtige Impulse gegeben, sondern auch bei Vielen das Interesse für unseren TTC geweckt.

Aber auch für die Herrenmannschaft begann in dieser Phase ein steiler Aufschwung. Nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse kam 3 Jahre später die Meisterschaft und damit das Erreichen der Landesliga im Jahr 1962. Zum entscheidenden letzten Spiel gegen den Tabellenzweiten TTC Gengenbach kamen ca. 250 Zuschauer in den Klosterkeller. Doch unsere Gladiatoren (Wolfgang Kempf, Konrad Geppert, Werner Meier, Antonius Oßwald, Klaus Oßwald, Karl Herrmann und Siegfried Herrmann) wuchsen vor dieser gewaltigen Kulisse über sich hinaus und siegten mit 9:6.

Mit dem Aufstieg in die Landesliga war der nächste Umzug fällig, da das berüchtigte Spiellokal “Strauss“ nicht mehr zugelassen war. Nach zähen Verhandlungen mit der Gemeinde erhielten wir 2 Kellerräume der Schule Schutterwald und 1 Jahr später den Gymnastikraum als Trainings- und Spiellokal zugestanden.

Aber auch in dieser neuen Klasse hielten es unsere 1. Mannschaft nicht lange aus. Bereits 3 Jahre später ging es mit den Spielern Wolfgang Kempf, Konrad Geppert, Wolfgang u. Edgar Becker, Werner Meier, Siegfried Herrmann und Reinhard Beathalter 1 Treppe höher in die Verbandsliga Südbaden.

Im Jahr 1968 vollzog sich durch den Wegzug von Franz Beathalter ein Wechsel in der Vereinsführung. Antonius Oßwald übernahm die Führung des Vereins.

Höhen und Tiefen in den 70er Jahren

Die Saison 1971/72 war die bis dahin erfolgreichste Zeit unseres Vereins. Nach einigen Jahren Zugehörigkeit in der Verbandsliga gelang der 1. Herrenmannschaft der große Überraschungserfolg mit dem Aufstieg in die Badenliga. Den Spielern Bernd Becker, Wolfgang Kempf, Konrad Geppert, Siegfried Herrmann, Roland Herrmann und Siegfried Meier gelang dieses Kunststück als 1. Verein unseres Bezirks! Die 2. Mannschaft (Wolfgang Becker, Reinhard Beathalter, Antonius Oßwald, Alfons Brüderle, Werner Meier, Klemens Junker) gewann den Titel in der Bezirksklasse und stieg in die Landesliga auf.

Es war klar, dass die Trauben in der Badenliga sehr hoch hängen und so war es keine Überraschung, dass mit dem zweitletzten Platz der Abstieg nicht zu verhindern war. Auch die2. Mannschaft ereilte das gleiche Schicksal.

Das Spieljahr 1975/76 war für die 1. Mannschaft ein ganz schwarzes Jahr. Nach dem letzten Tabellenplatz in der Verbandsliga musste sie in die Landesliga zurück. Das folgende Jahr war ein Jubiläumsjahr: 25 Jahre TTC Langhurst. Das Ziel für die 1. Mannschaft war klar der Wiederaufstieg in die Verbandsliga. Mit den Spielern Bernd Becker, Wolfgang Kempf, Konrad Geppert, Joachim Schwendemann, Bernd Nitsche, Wolfram Hansert; Reinhard Beathalter sowie Roland und Siegfried Herrmann wurde mit deutlichem Vorsprung die Meisterschaft errungen. Doch nach den unerwarteten Abgängen der Nachwuchsspieler Joachim Schwendemann und Wolfram Hansert nahm auch Spitzenspieler Bernd Becker das Angebot der DJK Offenburg an, in der Baden-Württemberg-Liga zu spielen. Dadurch verzichtete man notgedrungen auf den Aufstieg.

Trotz dieses Verzichts auf den Aufstieg war das 25-jährige Jubiläum ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Dem damaligen 1. Vorsitzenden, Wolfgang Kempf, gelang es, den frischgebackenen Deutschen Meister, SSV Reutlingen, zu einem Kampf gegen eine Südbadische Auswahl in die Mörburghalle zu verpflichten. Bei einem gemeinsamen Essen hatten wir, insbesondere unsere Jugendliche, Gelegenheit, ihre TT-Idole hautnah kennen zu lernen. Es war für uns alle ein einmaliges Erlebnis, mit den Spielern Peter Stellwag, Peter Engel, Manfred Baum und anderen sich persönlich über den Tischtennissport unterhalten zu können.

Konsolidierungsphase in den 80er und 90er Jahren

Im Jahr 1979 übernahm Antonius Binder den Vorstandsposten. Sportlich war ein gewisser Umbruch zu verzeichnen. Einige Spieler haben den Verein verlassen und ältere Spieler traten aus Altersgründen etwas kürzer. Nachdem man sich noch einige Jahre in der Landesliga behaupten konnte, musste die 1. Mannschaft im Spieljahr 1979/80 aus diesen Gründen den Abstieg in die Bezirksklasse hinnehmen. Zu diesem Zeitpunkt ahnte wohl niemand, dass die Bezirksklasse für über 20 Jahre das Domizil der 1. Herrenmannschaft sein sollte. Auch die 2. Mannschaft konnte nicht mehr an die Leistungen der frühen 70er-Jahre anknüpfen, als man einige Zeit sogar in der Landesliga spielte. Sie pendelte in diesen 2 Jahrzehnten ständig zwischen der A- und B-Klasse. Die 3. Herrenmannschaft ging gar bis in die D-Klasse zurück. Über einige Jahre musste sie sogar mangels Spieler ganz vom Spielbetrieb zurück gezogen werden.

Doch es gab in dieser Zeit auch erfreuliche sportliche Aspekte zu verzeichnen. Seit vielen Jahren war es das erklärte Ziel der Vereinsführung, die Jugendarbeit zu fördern. Wir hatten das Bestreben, allen Jugendlichen unseres Dorfes eine sportliche Heimat zu bieten. Wesentliche Bestandteile dieser Jugendarbeit waren ein solides und konsequentes Trainingskonzept und die Verpflichtung von hochqualifizierten Jugendtrainern. Die Namen Joachim Müller, Bruno Lehmann und Achim Stoll müssen in diesem Zusammenhang genannt werden. Mit ihrer überaus fachkundigen und sympathischen Art, unseren Kindern und Jugendlichen den Tischtennissport zu vermitteln, haben sie wesentlich zu einer enormen Leistungsverbesserung beigetragen. So konnten ab Ende der 80er Jahre auch wieder verstärkt junge Spieler in die Herrenmannschaften eingebaut werden, wie Wolfgang und Armin Kempf, Markus Herrmann, Axel und Andreas Oßwald, Christian Bruder, Dirk Hudarin, Christian Entringer.

Anfang der 90er Jahre wurde die Weichen für einen verjüngten Vorstand gelegt. Antonius Oßwald und Wolfgang Kempf traten nach langjährigem Engagement ab und übergaben dem neugewählten Gremium mit Gebhard Spinner an der Spitze die Führung im Verein. Gemeinsam mit dem neuen Jugendleiter Volker Oeser führte er die erfolgreiche Jugendarbeit weiter. Gerade Volker Oeser zeichnete sich durch hohen Einsatz aus. Im sportlichen Bereich reiften Talente wie Sebastian Elble, Mario Schweiger und Tobias Gehring heran, und seine von ihm geplanten Ausflüge, Hüttenauf-enthalte und Weihnachtsfeiern waren sehr beliebt.

Ein weiterer äußerst positiver Aspekt war, dass sich die im Jahr 1978 gegründete Mädchen- und Damenmannschaft zu einer festen Größe im Verein etabliert hat. Sie repräsentiert unseren Verein mit Anmut und sportlichem Erfolg. Mehrere Meisterschaften führten die TTC-Power-Girls aus der B-Klasse bis in die Bezirksklasse. Auch zeichnen sich unsere Damen durch ihre Mitarbeit in der Vereinsführung aus.

Ein Novum in der Vereinsgeschichte war 1992 die erste Ausrichtung einer Tischtennisdorfmeisterschaft, bei der 13 Hobby-Mannschaften an den Start gingen. Ebenso wurden mehrere Minimeisterschaften organisiert, bei denen einige Talente gesichtet wurden.

Aufschwung "TTC Langhurst 2000"

Gegen Ende der 90er Jahre zeigten sich immer stärker die Früchte der jahrelangen Jugendarbeit. Als die Vorstandschaft dann auch noch eine äußerst positive Entscheidung fällte, als sie mit Gudrun Basler eine Trainerin mit dem A-Schein für unseren Nachwuchs verpflichtete, konnten immer mehr Erfolge verzeichnet werden. Die nächste Generation der Becker-Brüder, diesmal Raphael und Jonas, Daniel Elble, Pascal Meier und Sascha Schwendemann machten dem Namen TTC Langhurst durch eine hohe Anzahl von Meisterschaften im Bezirk, im Verband, im Bereich Baden-Württemberg und sogar im süddeutschen Raum alle Ehre. Als der neugewählte 1. Vorsitzende Volker Oeser bei seinem Amtsantritt 1997 ein kleines bisschen von der Landesliga träumte, ahnte er nicht, dass wir dieses Ziel bereits 3 Jahre später erreicht haben sollten. Dass dieser Aufstieg nicht mit einer Meisterschaft sondern „nur“ über eine zweiten Platz verbunden war, tat der Freude keinen Abbruch.

Analog dem Jubiläumsjahr 1977 war auch das jetzige Jubiläumsjahr 2002 von außerordentlichem Erfolg gekrönt. Der seit dem Jahr 2000 amtierende neue 1. Vorsitzende Edgar Kramer kann sich mit seinen Vereinskameraden über die Meisterschaft der 2. und 3. Herrenmannschaft, sowie sehr guten Platzierungen der 1. und 4. Herrenmannschaft und im Nachwuchsbereich freuen. Hinzu kommen wieder etliche Meisterschaften bei den Bezirks-, Südbadischen und Baden-Württembergischen Meisterschaften im Schüler- und Jugendbereich durch Daniel Elble, Pascal Meier, Raphael und Jonas Becker. Diese Erfolge haben auch unsere Damenmannschaft nicht ruhen lassen. Nach Beendigung der Babypausen diverser Spitzenspielerinnen nimmt sie in der nächsten Runde wieder den Spielbetrieb auf.

Gerade das Jubiläumsjahr 2002 zeigt, dass beim TTC Langhurst derzeit alles stimmt; nicht nur der sportliche Aspekt. Gerade das hohe Maß an Kameradschaft und Hilfsbereitschaft waren die Basis für die Erfolge der Vergangenheit und der Gegenwart. Darum braucht den Verantwortlichen auch für die Zukunft nicht bange zu sein.

Grundstein für den Erfolg

Nach einer Phase des Umbruchs zu Beginn der 2000er Jahre begann für den TTC Langhurst eine neue sportliche Aufwärtsbewegung. Die Mannschaften zeigten großes Engagement und bewiesen, dass der Verein sowohl im Aktiven- als auch im Jugendbereich über eine solide Basis verfügte.
Im Mittelpunkt stand der Neuaufbau der Herrenmannschaften. Durch konsequentes Training und eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und motivierten Nachwuchskräften konnte sich der TTC in der Bezirksklasse festigen. Besonders erfreulich war die Entwicklung der zweiten Mannschaft, die sich mit konstanten Leistungen im Mittelfeld etablierte. Auch die Jugendarbeit wurde intensiviert. Engagierte Übungsleiter sorgten mit
regelmäßigem Training für neue Talente, die bald erste Erfolge bei Bezirksmeisterschaften und Ranglisten feiern konnten.
Ein fester Bestandteil des Vereinslebens blieb der Vereinspokal, der zum Abschluss jeder Saison ausgetragen wurde. Neben sportlichem Ehrgeiz stand hier das gesellige Miteinander im Vordergrund. Auch die Beteiligung an Veranstaltungen in Schutterwald stärkte das Gemeinschaftsgefühl.

Die Saison 2004/2005 brachte erste sichtbare Erfolge: Die erste Herrenmannschaft schloss die Runde auf einem vorderen Tabellenplatz ab, und die neu formierte Damenmannschaft zeigte solide Leistungen. Der TTC war sportlich wieder auf dem richtigen Weg. In diese Phase fällt auch die Vorstandsarbeit von Edgar Kramer, der ab dem Jahr 2000 als 1. Vorsitzender Verantwortung übernahm.

Auf dem Weg nach oben

Die Jahre 2006 bis 2010 standen im Zeichen des sportlichen Aufschwungs. Durch kontinuierliche Trainingsarbeit, engagierte Jugendarbeit und gezielte Verstärkungen etablierte sich der TTC in den oberen Tabellenregionen der Bezirksliga. Besonders im Nachwuchsbereich gab es erfreuliche Ergebnisse: Jugendspielerinnen und -spieler qualifizierten sich regelmäßig für Endranglisten im Bezirk Ortenau. Einige von ihnen schafften später den Sprung in die aktiven Mannschaften.

Die erste Herrenmannschaft spielte konstant stark und rückte immer näher an die Spitze heran. 2010 wurde schließlich der Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht – ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Auch die Damenmannschaft überzeugte in der Bezirksliga und etablierte sich im oberen Tabellendrittel. Die zweite und dritte Herrenmannschaft trugen mit soliden Ergebnissen zur positiven Gesamtbilanz bei. Das Vereinsleben blieb lebendig: Weihnachtsfeiern, Dorffeste, Pokalturniere und
Altpapiersammlungen förderten die Gemeinschaft und unterstützten die Jugendarbeit.

Mit dem Landesligaaufstieg endete das Jahrzehnt als sportlich erfolgreichste Phase der jüngeren Vereinsgeschichte. Im Mittelpunkt stand der Neuaufbau der Herrenmannschaften. Durch konsequentes Training und eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und motivierten Nachwuchskräften konnte sich der TTC in der Bezirksklasse festigen. Besonders erfreulich war die Entwicklung der zweiten Mannschaft, die sich mit konstanten Leistungen im Mittelfeld etablierte. Auch die Jugendarbeit wurde intensiviert. Engagierte Übungsleiter sorgten mit regelmäßigem Training für neue Talente, die bald erste Erfolge bei Bezirksmeisterschaften und Ranglisten feiern konnten.

Ein fester Bestandteil des Vereinslebens blieb der Vereinspokal, der zum Abschluss jeder Saison ausgetragen wurde. Neben sportlichem Ehrgeiz stand hier das gesellige Miteinander im Vordergrund. Auch die Beteiligung an Veranstaltungen in Schutterwald stärkte das Gemeinschaftsgefühl.

Die Saison 2004/2005 brachte erste sichtbare Erfolge: Die erste Herrenmannschaft schloss die Runde auf einem vorderen Tabellenplatz ab, und die neu formierte Damenmannschaft zeigte solide Leistungen. Der TTC war sportlich wieder auf dem richtigen Weg. In diese Phase fällt auch die Vorstandsarbeit von Edgar Kramer, der ab dem Jahr 2000 als 1. Vorsitzender Verantwortung übernahm.

Von der Bezirksliga zur Verbandsliga

Die Jahre 2011 bis 2015 markieren eine der erfolgreichsten Epochen in der Vereinsgeschichte. In der Landesliga spielte die erste Herrenmannschaft eine herausragende Rolle und rückte schnell in Aufstiegsnähe. Mit Siegen gegen starke Gegner wie Fessenbach, Goldscheuer oder Willstätt übernahm der TTC die Tabellenspitze. Auch im Jugendbereich sorgten Talente für Furore – mehrere Titelgewinne bei den Bezirksmeisterschaften zeigten die Früchte intensiver Nachwuchsarbeit. 2013 folgte der sportliche Höhepunkt: der Aufstieg in die Verbandsliga, die höchste
südbadische Spielklasse. Vier Meisterschaften in einer Saison bedeuteten Rekordbilanz.

Parallel dazu erreichten auch die zweiten bis vierten Herrenmannschaften starke Platzierungen, teils mit Aufstiegen. Die Damenmannschaft etablierte sich nach ihrem Aufstieg erfolgreich in der Landesliga und schloss die Saison mit Platz sechs ab. Auf Herren-Seite prägten u. a. Li Shi Dong, Raphael Becker und Pascal Meier diese Entwicklung; Li Shi Dong sicherte sich zudem den Vereinspokal. Im Damenbereich trugen Jessica Kramer und Valeria Laitenberger maßgeblich zur positiven Bilanz bei. Erstmals in der Vereinsgeschichte starteten 2014/2015 sowohl die Herren- als auch die Damenmannschaft in der Verbandsliga. Bei den Damen lag unter Trainer Daniel Perez der Fokus auf dem Klassenerhalt – ein Ziel, das mit großem Einsatz erreicht wurde. Auch die Herren stabilisierten sich nach einer schwierigen Vorsaison und schafften einen soliden Ligaverlauf. Begleitet wurde der sportliche Erfolg von aktiver Vereinsarbeit. In den
Vereinsangelegenheiten fungierte Michael Blümle als Vorsitzender und Ansprechpartner.

Erfolge und Herausforderungen

Die erste Herrenmannschaft etablierte sich dauerhaft in der Verbandsliga und bewies Jahr für Jahr Kampfgeist und Teamstärke. Besonders umjubelt waren knappe Heimsiege gegen Mannschaften wie Hohberg, Oberharmersbach oder Rastatt. Auch wenn ein Aufstieg in die Badenliga verpasst wurde, blieb der TTC eine feste Größe im südbadischen Tischtennis. Die Damenmannschaft hielt sich über Jahre in der Verbandsliga und zeigte konstant gute Leistungen. Trotz personeller Veränderungen gelang es, junge Spielerinnen aus der eigenen Jugend zu integrieren; die Saison 2017/2018 blieb als besonders starke Spielzeit in Erinnerung.

Die Jugendarbeit blieb das Herzstück des Vereins. Jugendliche nahmen regelmäßig erfolgreich an Bezirksmeisterschaften und Pokalturnieren teil. Hervorzuheben ist unter anderem ein Bezirksmeistertitel im Doppel U18 als Zeichen gelungener Nachwuchsarbeit. Mit professioneller Trainingsbetreuung wurden Talente gezielt an den Aktivenbereich herangeführt. Neben dem Sport wurde der Zusammenhalt großgeschrieben: Vereinspokal, Sommerfest, Altpapiersammlung und Jubiläumsfeiern waren feste Bestandteile des Vereinsjahres. 2019 feierte der TTC sein 65-jähriges Bestehen – mit Stolz auf die Vergangenheit und Zuversicht für die Zukunft.

Die Corona-Pandemie 2020 stellte den Verein vor große Herausforderungen. Der Spielbetrieb musste ausgesetzt werden, Training war nur eingeschränkt möglich. Dennoch blieb der TTC aktiv – mit Online-Training, Teamaktionen und engem Austausch unter den Mitgliedern. Trotz aller Umstände hielt die Gemeinschaft zusammen und blickte optimistisch auf den Neustart.

Ausblick und Zukunftsperspektive

Mit einer starken Vereinsstruktur, engagierten Mitgliedern und einer lebendigen Jugendarbeit blickt der TTC Langhurst zuversichtlich in die kommenden Jahre. Ziel bleibt es, den Nachwuchs weiter zu fördern, den Gemeinschaftssinn zu stärken und den Verein sportlich wie gesellschaftlich weiterzuentwickeln. Mit dieser Mischung aus Tradition und Aufbruch steht der TTC auch in Zukunft für Begeisterung, Fairness und Leidenschaft am Tischtennissport. Die Corona-Pandemie 2020 stellte den Verein vor große Herausforderungen. Der Spielbetrieb musste ausgesetzt werden, Training war nur eingeschränkt möglich. Dennoch blieb der TTC aktiv – mit Online-Training, Teamaktionen und engem Austausch unter den Mitgliedern. Trotz aller Umstände hielt die Gemeinschaft zusammen und blickte optimistisch auf den Neustart.